Ein Kfz-Kennzeichen ist kein gewöhnliches Produkt. Jedes Schild ist ein Einzelstück, das zu einer Zulassung gehört – und die Zulassung selbst ist ein Behördenprozess mit Nachweisen und Unterschriften. Wer das online verkaufen will, muss mehr verbinden als Warenkorb und Zahlung.
Am Beispiel des Shops von Kroschke zeigen wir, welche Bausteine dabei zusammenspielen.
1. Das Kennzeichen: konfigurieren statt auswählen
Ein Kennzeichen besteht aus Format, Unterscheidungszeichen, Buchstaben und Ziffern, oft mit Zusätzen wie Saison- oder E-Kennzeichen. Als Variantenartikel lässt sich das nicht abbilden.
Im Shop stellen Kunden ihr Kennzeichen deshalb mit unserem Produktkonfigurator configento zusammen. Der Konfigurator prüft die Eingaben, zeigt das Ergebnis und berechnet den Preis – fehlerhafte Kombinationen landen gar nicht erst in der Bestellung.
2. Die Zulassung: digital, mit Signatur
Über die Anbindung an CarTrust lässt sich die Zulassung direkt im Shop erledigen:
- Digitale Zulassung ohne Gang zur Zulassungsstelle,
- qualifizierte elektronische Signatur, die die eigenhändige Unterschrift ersetzt,
- Kennzeichenreservierung, damit das Wunschkennzeichen nicht verloren geht.
Für den Kunden ist das ein durchgehender Bestellprozess. Technisch laufen dahinter mehrere Schritte mit externen Diensten, die sauber nacheinander und mit klarer Fehlerbehandlung ablaufen müssen – denn ein abgebrochener Schritt darf nicht zu einem halben Auftrag führen.
3. Das ERP: Bestellungen ohne Abtippen
Bei vielen Bestellungen am Tag ist Handarbeit keine Option. Bestellungen gehen deshalb automatisch an SAP. In die andere Richtung kommen Status und Sendungsdaten zurück, sodass Kunden im Shop sehen, wo ihre Bestellung steht.
Wichtig dabei: Die Schnittstelle muss auch mit Ausfällen umgehen können. Ist das ERP kurz nicht erreichbar, darf keine Bestellung verloren gehen – sie wird gepuffert und später übertragen.
4. Partner: eine eigene Schnittstelle
Neben Endkunden bestellen auch Vertriebspartner. Für sie haben wir eine eigene REST-API gebaut, über die sie Bestellungen anlegen und verfolgen können – ohne den Umweg über die Shop-Oberfläche.
Was wir daraus mitnehmen
Der Shop ist hier vor allem eine Drehscheibe: zwischen Kunde, Konfigurator, Behördenprozess, ERP und Partnern. Entscheidend für den Erfolg sind nicht einzelne Funktionen, sondern dass alle Übergaben zuverlässig funktionieren – auch wenn ein beteiligtes System einmal hakt.
Sie haben ein Produkt, an dem ein Behörden- oder Fachprozess hängt? Wir zeigen Ihnen gern, wie sich das im Shop abbilden lässt.