Blog · Produktkonfiguration

Hochkomplexe Variantenartikel: Konfigurator statt Variantenexplosion

Maße, Materialien, Optionen, Abhängigkeiten: Warum klassische Varianten an ihre Grenzen stoßen – und wie ein Konfigurator das löst.

Ein T-Shirt in fünf Größen und drei Farben – dafür sind Shopsysteme gebaut. Jede Kombination wird ein eigener Artikel mit eigener Artikelnummer, eigenem Preis und eigenem Bestand. Bei fünfzehn Varianten funktioniert das gut.

Doch viele Produkte sehen anders aus.

Wenn aus Varianten eine Explosion wird

Nehmen wir eine Jalousie nach Maß. Eine einfache Beispielrechnung:

Merkmal Auswahl
Breite (in 5-cm-Schritten) 30
Höhe (in 5-cm-Schritten) 25
Stoff und Farbe 60
Bedienung 4

Das ergibt 180.000 mögliche Varianten – für ein einziges Produkt. Dazu kommen Montageart, Zubehör und Sonderwünsche. Als einzelne Artikel lässt sich das weder anlegen noch pflegen, und der Shop würde daran langsam werden.

Dazu kommen Abhängigkeiten: Ein Stoff ist nur bis zu einer bestimmten Breite lieferbar, eine Motorsteuerung nur ab einer Mindestgröße, bestimmte Farben nur mit bestimmten Profilen. Ein klassischer Variantenartikel kennt solche Regeln nicht – also landen unmögliche Bestellungen bei Ihnen und müssen von Hand geklärt werden.

Der Konfigurator denkt in Regeln statt in Artikeln

Ein Produktkonfigurator dreht das Prinzip um. Statt jede Kombination als Artikel anzulegen, beschreiben Sie das Produkt durch seine Merkmale und die Regeln, die zwischen ihnen gelten:

  • Merkmale und Auswahlwerte: Maße, Materialien, Farben, Optionen – als Eingabefelder, Auswahllisten oder Bildkacheln.
  • Regeln: Was nicht zusammenpasst, wird ausgeblendet, vorbelegt oder mit einem Hinweis versehen. Unmögliche Kombinationen kann der Kunde gar nicht erst bestellen.
  • Preise: Aufpreise pro Option, Formeln oder Preismatrizen – etwa die Preistabelle des Herstellers nach Breite und Höhe.
  • Visualisierung: Produktbilder aus kombinierten Bildebenen oder eine 3D-Ansicht zeigen das konfigurierte Produkt in Echtzeit.

Der Kunde stellt sein Produkt selbst zusammen, sieht jederzeit Bild und Preis – und die fertige Konfiguration landet mit allen Angaben im Warenkorb und in der Bestellung.

So setzen wir das mit configento um

configento ist der Produktkonfigurator aus der Cloud, den wir bei justSelling entwickeln. Weil er unabhängig vom Shopsystem läuft, lässt er sich in Magento, Shopware, Shopify, PrestaShop oder jede Website einbinden – und über die configento-API mit ERP, CRM oder dem Angebotsprozess verbinden.

Aus unseren Projekten:

  • Sonnenschutz: Jalousien, Plissees und Rollos nach Maß – mit Preis in Echtzeit und der Bestellung direkt in die Fertigung. Mehr dazu
  • Carports und Garagen: ein Konfigurator für jedes Produkt in einem Multishop mit über zehn Domains. Mehr dazu
  • Kennzeichen: Kunden stellen ihr Kfz-Kennzeichen selbst zusammen, die Bestellung geht automatisch an SAP. Mehr dazu
  • Druck und Mailings: Der Preis ergibt sich aus Auflage, Format und Leistungen. Mehr dazu
  • B2B-Vertrieb: Der Außendienst konfiguriert Trailer, kalkuliert die Kosten und erstellt PDF-Angebote. Mehr dazu

Konfiguratoren mit KI aufbauen und pflegen

Komplexe Konfiguratoren haben viele Merkmale, Regeln und Preise – und die ändern sich. In configento lässt sich das mit KI erledigen, direkt im Admin oder aus einem KI-Assistenten wie Claude: einen Konfigurator aus einer Produktbeschreibung anlegen, Regeln per Chat definieren, Preise ändern oder Texte übersetzen.

Dabei gilt: Alle Änderungen landen zuerst im Entwurf. Sie sehen, was sich ändert, und live geht erst, was Sie freigeben. Die KI beschleunigt die Arbeit – die Kontrolle bleibt bei Ihnen.

Wann lohnt sich ein Konfigurator?

Ein Konfigurator ist die richtige Wahl, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:

  • Ihre Produkte werden nach Maß gefertigt oder individuell zusammengestellt.
  • Die Zahl der Kombinationen ist zu groß, um sie als Varianten zu pflegen.
  • Zwischen den Optionen gibt es Abhängigkeiten, die zu Fehlbestellungen führen.
  • Der Preis ergibt sich aus Tabellen oder Formeln statt aus einer festen Liste.
  • Ihr Vertrieb soll dieselbe Logik im Kundengespräch nutzen wie der Shop.

Sie haben ein Produkt, das sich so nicht abbilden lässt? Sprechen Sie uns an – wir zeigen Ihnen, wie es im Konfigurator aussehen könnte.

Fragen zum Thema?

Wir sprechen gern über Ihr Projekt. Michael Schäfer, Tel. +49 (0)2802 7079510